Die Bauherrschaft übernahm die ursprüngliche 6,5 Zimmer-Wohnung von der Mutter des Bauherren, die in eine Altersresidenz umzog.

 

Die Wohnung, nur eine kurze Gehstrecke von einem der schönsten Stadttore der Schweiz, dem Spalentor, entfernt, wurde in den späteren 60er Jahren von Louis Cron erbaut. Nach 50 Jahren Zeit für eine sanfte Renovation unter Respektierung gewisser zeitloser Elemente und Ideen:

Erhalten blieben die Küche, die unlängst modernisiert worden war, der Boden des grosszügigen Entrées (Solnhofer-Kalkplatten), die eindrucksvollen, weil deckenhohen Einbauschränke im hinteren Entrée-Teil, der grosse Eingang in den Living mit dreiteiliger Glastüre und Oblicht, das Cheminée sowie die Kleinkeramik-Mosaike in den drei Nasszellen.

 

Aus den hinteren beiden Räumen wurde eine Raumfusion gemacht durch das Herausbrechen der zentralen Trennwand. Der nun neu geschaffene grosse, licht- und luftdurchflutete Raum dient der Bauherrschaft als Schlafzimmer.

 

 

 

Ersetzt wurden sämtliche Teppichböden in den Zimmern sowie der „Klötzli-Parkett“ in einem davon. Neu verbreitet ein breiter Langriemen-Eichenparkett ein behagliches und trotzdem zeitloses Wohngefühl.

Wände, Decken und Türen/Türrahmen wurden in einem kompromisslosen weiss gehalten, mit Ausnahme von der Wänden: Die Grundwand des Living direkt neben dem Cheminée, die Frontwand des Entrées sowie eine Wand im Arbeitszimmer wurden in einem industriellen Rost bemalt, auch als Betonung der Synthese zwischen Arbeiten und Wohnen.

In den Nasszellen wurden die Lavabos und Spiegelschränke alle vollständig ersetzt. Letztere durch leichte Spiegel-Beleuchtungs-Ablage-Eigenkonstruktionen, die Lavabos stehen neu auf massiven, abgerundeten Eichenbrettern.

 

Im geräumigen Hauptbadezimmer wurde neu ein Waschturm anstelle des überflüssigen Bidets installiert, der zwar die ursprüngliche Grosszügigkeit des Raumes etwas reduziert, dafür den grossen Komfort bietet, nicht mehr in die hausgemeinschaftliche Waschküche abtauchen zu müssen.

 

Das alte, eichenfarbene Klavier wurde komplett weiss gestrichen als einer der Hauptpunkte im 50m2 grossen Living. Der andere ist eine aufgehängte Scheunen-Schiebetüre, die den neu geschaffenen Durchbruch zwischen Küche und dem Essbereich des Livings verschliessen kann.

 

 

Die durchgehende, leider verdörrte Bepflanzung vor der 10 Meter langen Fensterfront des Livings wurde vollständig ausgerissen und durch eine Graslandschaft, durchsetzt mit verspielten Fröschen und Raben sowie Windlichtern, ersetzt. Ein Gleichnis für Gäste und Kunden der Impuku-Homes, dass das Leben auch verspielt-kindliche Züge bewahren soll.

 

„Wir hören nicht auf zu spielen, weil wir älter werden.

Wir werden älter, weil wir aufhören zu spielen.“

Oliver Wendell Holmes

 

Entstanden sind Räume, die Arbeiten und Wohnen hochsynergistisch verbinden. Im Grundraster strenge Linien, darin aber Räume mit dem Mut zur Offenheit und Überraschung.

Die Innenraumgestaltung ist ein Mix und Spannungsfeld aus Altem, Vintage, Neuem, Technischem und Verspieltem.

 

Rolf Fehlbaum, der emeritierte Vortstandsvorsitzende der Firma vitra, sagte einst zum Bauherren:

„Ich bin überzeugt, dass die Gestaltung von Räumen das Denken der darin Wohnenden und Arbeitenden entscheidend beeinflusst.“

 

Wie wahr!

Die nach 50 Jahren neu gestalteten Räume an der Birmannsgasse 12 versprechen ein sehr offenes und kreatives Denken.

UMBAU 6,5 ZIMMER-WOHNUNG BIRMANNSGASSE 12, 4055 BASEL

Impuku Homes Daniela Bürgin Birmannsgasse 12, 4055 Basel Tel: 061 534 37 66